Stadtpokal – die dritte
Runde
So allmählich nähern wir uns
mit den Begegnungen in der Stadtmeisterschaft den Spitzentreffen. Das muss auch
so sein, denn der Vorsitzende des Itzehoer Schachvereins hat vor dieser Runde
die endgültige Verteilung des Preisgeldes für die erfolgreichsten Teilnehmer
bekannt gegeben.
Besonders herausgefordert
sah sich deshalb und auch weil es gegen einen Vereinskameraden ging
Titelverteidiger Frank Hamann, der sich mit einer schönen Kombination den Sieg
gegen Wolfgang Schlünz sichern konnte.
Eher verschachtelt wurde das
Brett in der Partie von Timo Bücker und Dirk Clausen – da kam das Remis schon
nicht völlig überraschend. Im Itzehoer Spitzenkampf zwischen Sören Koch und
Egbert Hengst wurde eine kompromisslose Variante der französischen Verteidigung
aufs Brett gestellt und lange Zeit schien der Ausgang offen, bis Hengst eine
Gelegenheit fand, den gegnerischen König frontal anzugreifen und zu erlegen.
Dasselbe hatte auch Karl-Heinz Schmidt vor, der konsequent darauf spielte, den
Caro-Kann-Verteidigungswall von Volker Recklies zu
öffnen. Doch der verteidigte sich geschickt und konnte schließlich die Öffnung
zum eigenen Vorteil nutzen. Der Itzehoer Jugendspieler Cliff Ruhland konnte
erneut einen halben Punkt erreichen, diesmal gegen Bernd Schacht. Letztendlich
ist dies ein gerechtes Ergebnis, da Ruhland zwar aus der Eröffnung heraus klar
besser stand, diesen Vorteil jedoch schrittweise vertat und schließlich in
einem Endspiel landete, das seinem Gegner nun wieder gute Gewinnchancen bot.
Sehr spannend verlief die
Partie des Turnierfavoriten Dirk Martens. Nach zunächst ruhigem Beginn startete
Carsten Coldewey eine beachtliche Initiative, die in
einem Figurenopfer für einen imposanten Bauernwall im Zentrum gipfelte. Die
Stellung war schwierig ein zu schätzen und so kamen beide Spieler auch schnell
unter Zeitdruck. Letztendlich versäumte es Coldewey,
die Figur im Ausgleichssinne zurück zu erobern und musste sich der materiellen
Überlegenheit beugen.
Heimlich still und leise
macht sich auch der Ehrenvorsitzende des Itzehoer Schachvereins an die
Verfolgung der Tabellenführer. Horst Klüver schaffte es, die überraschende aber
auch unkonventionelle Eröffnungsbehandlung seines Gegners zu widerlegen und
seinen zweiten Punkt zu erzielen. Zur Belohnung darf er dafür in der nächsten
Runde gegen Egbert Hengst um die beste Position in der Itzehoer Schacharmada
kämpfen.
Die Spitzenbegegnung findet
allerdings zwischen dem Führenden in der Rangliste